Mittwoch, 1. Oktober 2014

MOUNT ROBSON

MOUNT ROBSON


Von Calgary fuhren wir mit einem Stop, direkt nach Jasper, in den Mount Robson Nationalpark. Es standen ein paar sonnige warme Tage bevor die wir umbedingt nutzen wollten. Also packten wir, mal wieder, unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg.
Der Trek führte uns durch eine wunderschöne wilde Herbstlandschaft mit dem Ziel des Mount Robson Gletschers, an dessen Fuß wir zelteten.
Bereits nach wenigen Schritten bekam wir einen Bären zu Gesicht, der gemütlich vor sich hin graste und die letzte Wärme im Tal genoss.
Um nicht nochmals unerwartet einen Bären zu queren, wurde uns empfohlen, möglichst laut zu sein. Noch nie hatte Eva so viel zu erzählen wie bei dieser Wanderung.


   Mount Robson 
   Schwarzbär
   ... unerwartet
   Eine der vielen Brücken
   Waterfall
   Weite ...


   ... Gletscher in Sicht
   Herbstfarben

   ... Essenszeit

   Best Canadian Beer
   Wir zwei

   Mount Robson Nordface

   Wunderschön ...

RUDY

RUDY


Wir waren bereits mit einem Fuß aus der Großstadt, doch unser Van gab ein hochfrequentes Piepsen von sich, das weder uns noch Rudy, unseren Autoverkäufer und Mechaniker, in Ruhe ließ.
"I take care of you", sagte er immer wieder. Rudy kontrollierte nochmals das ganze Auto und unser Van bekam eine neue Ölpumpe, einen neuen Ölfilter und einen neuen Luftfilter.
Es wurde dunkel und Rudi war immer noch unter unserem Van. Als er hervorgekrochen kam, piepste es immer noch...
Also beschlossen wir die Nacht auf Rudi´s Grundstück, der Wild Wild West Range, zu verbringen. Bis das Problem endlich gefunden wurde vergingen noch zwei weitere Tage. Ein undichter Schlauch, der Luft anzog, löste das Geräusch aus. Dankbar den Übeltäter gefunden zu haben, gingen wir gemeinsam mit Rudi ein Chicken essen, ließen uns von ihm noch eine Liste geben, was wir alles in den Rockies dabei haben sollten und bekamen einen Mechanik Crashkurs.
Am letzten Abend bei einem gemütlichen Bier ließen wir nochmals die letzten Tage Revue passieren und freuten uns einen Freund und so netten Mechaniker getroffen zu haben, der keinen Cent für die ganze Mühe haben wollte.

Denn, "I take care of you", thank´s Rudy!!



   ... mit Rudi



   Wild Wild Range - angenehmes schlafen


   Abschiedsgeschenk von Rudi - 50 Meter Lauf

   Mit neuen Boots und Bärenspray bereit für die Wildnis



Dienstag, 23. September 2014

CALGARY

KANADA - CALGARY


Unser nächstes Abenteuer bringt uns nach Kanada. Das Work and Travel Visum ermöglicht uns für ein Jahr das riesengroße Land kennenzulernen.
Von Zürich ging´s, mit Sicht auf Island und Grönland, nach Calgary. 
Calgary liegt im Westen Kanadas, in der Provinz Alberta. Als wir ankamen dachten wir jetzt sind wir in Kanada, aber schon bald wurden wir eines besseren belehrt. In Kanada, aber in der Provinz Alberta! 
Das heißt wenn man in Alberta ein Auto kauft, muss man hier ansässig sein und es muss auch hier wieder verkauft werden. 
Andere Provinzen andere Regeln, andere Taxen, andere Versicherungen. Das selbe gilt auch für den Handyvertrag, um so weiter wir uns von Calgary entfernen um so teurer wird das telefonieren. Ja Kanada ist teuer. 
Jeder schaut hier erfolgreich zu sein und das große Geld zu machen.
Business, Business… und in Alberta boomt´s gerade. Seit den 70er Jahren fließt das Öl und ein Hochhaus nach dem anderen wird aus dem Boden gestampft. Calgary wächst unaufhörlich. Mittlerweile hat die Stadt, die auf 1300 Meter liegt, ca. 70 km Durchmesser.
Endlos fahren wir hier durch kleine Wohnsiedlungen wo jedes Haus dem anderen gleicht.
Zwischendurch kommen wir immer wieder an riesigen Einkaufszentren vorbei und staunen wie „Big“ hier alles sein kann.
Eine so große Stadt bringt auch viele Vorteile, so war es uns möglich mit Hilfe der hier lebenden Bertoni Brüder, innerhalb einer Woche alle Formalitäten zu erledigen und einen Van zu kaufen. An einem Sonntag haben wir ihn gemütlich auf dem Parkplatz eines Baumarkts ausgestattet. Jetzt haben wir ein Zuhause auf vier Rädern, mit einer super feinen IKEA -Matratze.

Langsam sind wir bereit die Großstadt zu verlassen und in die Rockies zu fahren. 



   Goodbye Italia!
   Grönland
   Eisfelder

   Canada...

   Calgary

   Der berühmte Tower
   Rockies so nah und doch so fern

   Warme Herbsttage

   BIG stores, alles was der Kanadier für die Wildnis braucht

   Olympia 1988

   Fit für den Winter?
   Bz - Alberta

   Putzfrau

   Frühstück

   Los gehts!




Montag, 11. November 2013

DANKESCHÖN

DANKESCHÖN

21.000 KLICKS
...davon etwa 15.000 aus Italien, gefolgt von Österreich 2.400, Deutschland 1.600, USA 700, Schweiz 400, und der Rest aus Argentinien, Spanien, Chile, Mexico und Bolivien! 
Wir bedanken uns bei allen die mit uns unterwegs waren und uns unterstützten.
Unseren Eltern, Geschwistern, Freunden, Bekannten, und vielen Unbekannten...
Wir freuten uns über die Kommentare, Komplimente und Glückwünsche!!

Besonderen Dank auch an unsere Sponsoren Vaude und HF˙.
Eure Produkte strapazierten wir von Patagonien bis nach Hause und sind immer noch Top!

365 Tage, 21.000km im Bus
110 Nächte im Zelt 
105 Tage in den Bergen
134 Tage am Meer
  87 Tage in Städten
  20 Tage am Fluss


   Unsere Route

   Die gelben Trockensäcke von HF˙ dienten uns als Einkaufstasche, Dusche, Waschbehälter, Trockensack...danke!
   Das Vaude Zelt war unser Zuhause, die Rucksäcke unsere Schränke und die Kleider wärmten uns,....danke!



Sonntag, 10. November 2013

12 MONATE

12 MONATE

Nach 12 Monaten „Abenteuer“ haben wir unsere Reise in Lateinamerika beendet. Leider haben wir das „Work and Travel“ Visum für Kanada nicht bekommen, somit sind wir jetzt wieder Zuhause.
Wie unser Weg weitergehen wird, wissen wir noch nicht und wir werden bestimmt einige Zeit brauchen um das Erlebte zu verarbeiten. Wenn wir an unsere Abreise vor einem Jahr zurückdenken, kommt es uns viel länger vor, jedoch ist die Zeit wie im Flug vergangen.
Süd - und Mittelamerika haben uns mit offenen Armen empfangen, ihre Schönheit hat uns überwältigt, die Menschen zum Staunen gebracht und ihre Armut zum Nachdenken.
Mehr als einmal haben wir unser Leben, unser Handeln und das der Menschheit in Frage gestellt. Über Vieles Bescheid zu wissen oder damit konfrontiert zu werden, sind doch verschiedene Dinge.
Leergefischte Meere, einsame Inseln mit angeschwemmten Müllbergen, Brandrodung, riesige Plantagen die rein zum Profit der Reichen dienen, Menschen die ausgebeutet werden, Kinder die zu schnell erwachsen werden müssen, leidende und misshandelte Tiere, Frauen die keine Rechte haben, Busfahrer die mit Leben spielen,....und dabei haben wir immer Menschen erlebt die ihr Schicksal mit Würde tragen, das Lächeln nicht verlernen und sich immer wieder Zeit für Fremde nehmen, um ihre Geschichte zu hören und etwas zu lernen...und dabei haben wir selbst so viel gelernt.
Wir haben die Unzufriedenheit im Land des Überflusses hinterfragt und uns wurde bewusst, dass weniger zu haben das Leben um einiges leichter macht. Ein Jahr ohne Luxussorgen, reduziert auf das Wesentliche. Wo Schlafen, was Essen und sind wir in Sicherheit? ...machte uns glücklich.
Endlich einmal richtig viel Zeit für uns,....den Moment wahrnehmen zu können und innezuhalten. Unseren eigenen Rhythmus zu finden,....
Die Kunst ist nun diesen in den Alltag mitzunehmen und sich nicht wieder von dem hektischen Alltag mitreißen zu lassen, funktionieren zu müssen und sich in der Gewohnheit zu verlieren.
Im Moment erscheint es uns unmöglich, in das alte Leben zurückzufinden und wir merken, dass wir uns verändert haben, unser Denken nicht mehr dasselbe ist wie vor einem Jahr.
Dass es nicht leicht wird, war uns bewusst....und dass wir uns manchmal alleine fühlen werden auch,...denn niemand, der diese Freiheit nicht auch gekostet hat, das Leben in seiner reinen Rauheit gespürt hat und sich so am Leben fühlte, wird uns verstehen.
...und nun sitzen wir hier und fragen uns wie es weitergehen soll und wie wir leben möchten...denn die Möglichkeiten und die andere Seite des Lebens zu kennen macht es nicht immer einfacher.

"... und seit anbeginn der tage stellt sich mir die frage


geb’ ich mich mit dem allgemeinen versöhnlich

oder lebe ich lieber ungewöhnlich"
(Sportfreunde Stiller)

   ...wieder zuhause




Donnerstag, 31. Oktober 2013

BERLIN

BERLIN


Von einer Weltstadt gings direkt in die Nächste.
Bereits vom Flugzeug aus sahen wir die vielen Seen und Bäume um und in Berlin.
Die grüne Stadt meinte es mit uns gut und schenkte uns einige warme und sonnige Herbsttage.
Wegen des Jetlegs ließen wirs gemütlich angehen, schliefen lang, radelten durch die Stadt, schlenderten durch Museen, betrachteten Gebäude von Le Corbusier, Mies van de Rohe, Daniel Libeskind und suchten nach den Spuren der Berliner Mauer.
Die restliche Zeit verbrachten wir mit Verwandten von Markus, in dessen Haus wir nächtigen konnten. Gemeinsam wurde gekocht, gegessen, Erinnerungen ausgetauscht, diskutiert und gelacht.
Wieder in Europa anzukommen, war für uns nicht ganz einfach, doch Berlin mit seiner Offenheit und die herzliche Gastfreundschaft der Keslers, machten es uns leichter.
…Berlin wir kommen wieder…


   Grünes Berlin
   Holocaust Denkmahl
   Zwischen drin
   Brandenburger Tor
   Fernsehturm
   Zeugnisse
   1989
   Kreuzberg
   Olympiastadion
   Nationalgalerie, Mies van de Rohe
   Spiegelung
   Bauhaus Museum
   Unite` d´ habitation, Le Corbusier
   Farbe
   Jüdisches Museum, Daniel Libeskind
   Atmosphäre
   Viele Opfer